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Seminarunterlagen

zum Einführungskurs

} Das eigene â innere Haus* erfahren

und neu gestalten~

durch

[ Katathymes Bilderleben [

 

 

[Die Seminaranbieter: Eva-Maria Müller-Markfort und Peter P. Markfort, Wallstraße 17, 59227 Ahlen.]

 

 

 

 

 

 

Das psychologische Lexikon sagt zum KB folgendes:

Katathymes Bilderleben ist eine Tagtraumtechnik, die von H. LEUNER (1980) entwickelt wurde, und die als erlebniszentrierte Therapiemethode angesehen werden kann. Der Klient wird in einen traumähnlichen Zustand versetzt, in dem Imaginationen hervorgerufen werden. Katathyme Bilder sind bedeutungshaltige Bilder von Symbolcharakter, die von hintergründigen Affekten und Gefühlsmomenten abhängig sind (»hypnagoge« Imaginationen = Bilder und Gefühle, die vor dem Einschlafen auftreten).

 

Lernen:

Ein Erwachsener durchläuft beim Lernprozeß folgende Stadien:

    ˜ unbewußt inkompetent

    ˜ bewußt inkompetent

    ˜ bewußt kompetent

    ˜ unbewußt kompetent

 

Welche Technik haben aber Kinder, die sehr viel schneller und umfassender lernen können?

Kinder lernen i.d.R. auf der Ebene ð unbewußt inkompetent ï !

    - das ist die Ebene der (reinen) Phantasie oder Trance.

 

 

Trance

 

Unbewußtes Lernen bedeutet im sog. Wachzustand, die Strukturen "hinter" den bewußten Inhalten zu lernen. Und diese Strukturen drücken Beziehungen aus.

Beziehungen zwischen

Dingen × Ø Dingen

Dingen × Ø Subjekten

Subjekten × Ø Subjekten

...

Ich × Ø Selbst (Gefühle, Ideale, Werte, usw.)

Ich × Ø Subjekten

Ich × Ø Dingen

Ich × Ø Sein oder der Welt

Ich × Ø Transzendenz

 

 

 

Trance - Tagtraumtechnik - hypnotischer Zustand = Beschreibung eines bestimmten Bewußtseinszustandes.

 

Das Wesen der Trance existiert aus:

ð dem Gerichtetsein auf die eigene Innerlichkeit.

ð der Konzentration.

ð dem sich einlassen auf das eigene, innere Geschehen.

 

Die Einleitung der Trance kann von

ð    Außen oder

ð Innen bewirkt werden.

 

Außen = bestimmter Sinneseindruck, durch eine obligatorische Situation,

durch einen anderen Menschen...

Innen = Physiologie, Hormone, Erwecken bestimmter Bewußtseinszustände...

 

& Grundsätzlich ist die Herbeiführung einer Trance

entweder selbst- oder fremdinduziert. &

 

Der Ablauf einer Trance wird grundsätzlich unterteilt in:

˜ gelenkte und

˜ ungelenkte Trance.

 

In der Trance - also im Prozeß des "unbewußten Lernens" - werden die Strukturen, die "hinter den bewußten Inhalten (Beschreibungen und Verhalten)" stehen, bearbeitet (verändert).

Die unbewußten Strukturen werden als emotional besetzte, innere Bilder erlebt.

 

 

Trance induzieren.

 

Grundsätzlich muß zuerst, bevor eine Trance induziert (=bewirkt) werden soll, ein Rapport zwischen Schwangerer und Hebamme (Klientin und Therapeutin) aufgebaut werden! Um erfolgreich Katathymes Bilderleben (KB) einsetzen zu können, ist dies unabdingbar.

 

 

Rappor

herstellen

- heißt auch: Kommunikation zu verwirklichen.

 

Unter Rapport versteht man:

eine ähnliche Ebene, Wellenlänge, "Chemie", erzeugen, um den anderen zu

erreichen, um selbst sowohl als Empfänger als auch Sender fungieren zu

können.

 

 

Rapport aufbauen und halten

durch

PACING (Takt, Gleichschritt aufnehmen ):

und dies bedeutet, eingehen auf die:

ñ Denkstrukturen

ñ bevorzugten Sinneskanäle (sehen, fühlen, hören, schmecken, riechen)

des anderen, und diesen Zustand auch aufrechterhalten!

Indem man:

ñ den Körper

ñ die Atmung

ñ die Stimme (den Tonfall)

ñ die Stimmung

ñ den Inhalt (dessen was der andere sagt)

ñ die Sprachstrukturen

des anderen spiegelt,

um dann zum

Leading (führen)

zu kommen.

 

 

 

 

Trance-Induktionstechniken.

 

ñ positives, emotionales Feedback (Rückmeldung).

ñ Angleichung und Nutzung der Atmung.

ñ Fraktionierung

    von einer Tatsache (=verifizierbar) zur Fiktion (=nicht verifizierbar)

- durch "und", "während" oder "bewirkt" - verknüpfen.

ñ Spontane Referenzerfahrung.

Hebamme/Therapeut berichtet über Trancezustände (Momente vor dem

Einschlafen, lange Autofahrten, Erfahrungen mit tranceähnlichen

Erfahrungen (Traumreisen usw.)) und beobachtet die Reaktionen,

die sie dann verstärkt.

 

ñ Erinnerte Referenzerfahrung.

Schwangere/Klient erzählt von einer erlebten oder vorgestellten Trance.

ñ über die Entspannung

Einleitung von Entspannungsübungen und Verstärkung von auftretenden Trance-Symptomen und/oder "tiefer Entspannung".

(Zähltechnik: 1, 2, 3, 4, 5).

 

Übung: in 3er Gruppen A; B, C. A = Schwangere, B = Hebamme, C = Beobachterin.

 

 

 

 

 

Im Katathymen Bilderleben werden die eigenen inneren, lebenden Metaphern erlebend erfahren und geändert.

 

 

 

I. Klassisches Modell des KB.

- Grundstufe.

- Wiese, Bach, Berg, Haus und Waldrand.

- Mittelstufe

- Begegnung mit Bezugspersonen (Liebesobjekten),

    Einstellung sexueller Konflikte: Mann - Rosenbusch; Frau -

    Kutsch- oder Autofahrt, Frucht, Aggressivität, Ich-Ideal,

    Aktivierung des Nachttraums, Inspektion des Körperinneren,

    Fokussierung aktueller Konflikte, innere Führer und

    Schrittmacher, Symbolkonfrontation (mit affektiv besetzten

    Konflikten).

- Prinzip des Nähren und Anreichern und des Versöhnes und

    zärtlichen Umfangens.

- assoziative Technik.

- Oberstufe.

- Höhle, Sumpfloch, Vulkan, magische Flüssigkeiten,

    Übertragung - Gegenübertragung.

    - Grund- und Handlungsannahmen (nach Leuner).

- Die psychoanalytische Theorie und deren Techniken als Fundament

und Handlungsgrundlage.

Buchempfehlung: Hanscarl Leuner "Lehrbuch der Katathym-imaginativen Psychotherapie",

Verlag Hans Huber , ISBN: 3-456-82430-0

 

 

II. Erweitertes Modell des KB.

- Grundstufe = Basiskurs.

- Wiese, Bach, Haus, Berg, Waldrand, Grotte, See ..

- Oberstufe = KB-Therapeutin.

- alle Grundbilder der klassischen Mittelstufe sind zugelassen, aber

unter den Bedingungen des "erweiterten Grund-

und Handlungsrahmens".

- Zusätzliche Bilder für Schwangere oder bei einem Neuanfang: Mond,

    Sonnenaufgang, Frühling, (indirekt) Geburt.

- Prinzip des "was brauchst Du", weil die Annahme besteht, das alle

    Fähigkeiten schon vorhanden sind!

 

- Erweiterte Grund- und Handlungsannahmen.

- Sicherheitsanker, Einpackstrategien, Submodalitäten,

- Nicht vorgegebene Bilder; "lasse Dir von Deinem Unbewußten ein

Bild/Gefühl geben, damit heute das Du für Dicht tun kannst, was

für Dich wichtig ist".

- Wenn keine Bilder, dann arbeiten mit Submodalitäten im

    körperlichen Bereich und dem der Empfindung und Gefühle.

- Prozeßorientierte Vorgehensweise, ohne den Wust des

psychoanalytischen Gebäudes. KB wird als ein Lernprozeß

angesehen, wobei Veränderung und Reife durch (verändertes)

inneres Erleben geschieht.

 

 

 

III. Master Modell des KB.

- Als Grundlage dienen die Inhalte und Fähigkeiten der Basis- und

Therapeutinnenfähigkeiten des "Erweiterten Modells des KB", sowie alle weiteren

Bilder der klassischen Oberstufe, und (mindestens) NLP Basiskurs.

- Weitere Bilder z.B. "die beiden Seiten des Spiegels", Tunnel - Röhre...

- Integration von effektiven NLP-Modellen:

- Reframing, Dissoziationstechniken, Zeitlinien, Six Step, Mentormodell,

zielgerichtete Intervention (Penetranzmodell).

- Spiegelung und Rückmeldung der produzierten Imaginationsinhalte.

- Erweiterte Grund- und Handlungsannahmen.

- Vertiefung und Erweiterung des theoretischen Grundgerüstes.

- KB als allgemeine Veränderungstechnik ohne die klassische Trance und

    deren äußeren Rahmenbedingungen einleiten zu müssen.

- Prozeßorientierte Vorgehensweise.

 

 

Es sollten sich immer 3er Gruppen bilden. Nur in Ausnahmefällen, wenn dies ansonsten ungünstig ist, sollten 2er oder 4er Gruppen zugelassen werden.

Die einzelnen Gruppenteilnehmer einigen sich vor der eigentlichen Übung, wer zuerst die Position von A, B oder C einnimmt.

A übernimmt die Rolle der Klientin, und B die der Therapeutin/Beraterin. C nimmt die Rolle der Beobachterin ein.

C greift gewöhnlich nur dann in den Ablauf des Interaktionsprozesses ein, wenn A oder B darum bittet, oder C fundierte Beobachtungen gemacht hat, dass die Übung eine falsche Richtung bekommt. Die Beobachterposition von C ist sehr wichtig, weil C

als mögliche Ressource für A oder B dienen kann. C stehen andere Informationen, auf Grund ihrer Meta-Position zu Verfügung, die für das gelingen der Übung wertvoll ist.

Nach jedem einzelnen Durchgang wird dieser besprochen. Dann werden die Positionen gewechselt, so dass jede Teilnehmerin sowohl die A, als auch B und C Position einmal eingenommen hat.

Am Schluss, wenn alle Durchgänge durchlaufen sind, werden die Ergebnisse der Kleingruppe in der Gesamtgruppe besprochen, so dass alle Teilnehmerinnen - indirekt - an den Ergebnissen der einzelnen Kleingruppen teilnehmen können.

 

 


Sicherheitsanker

 

Bevor man mit der Klientin mit dem KB arbeitet, MUSS die verantwortliche Therapeutin zuerst einen Sicherheitsanker setzen.

Sofort vor der ersten Einleitung der Trance sollte dies geschehen. Der Sicherheitsanker dient dem Aufbau von Vertrauen für die Klientin, aber auch dem der handelnden Therapeutin. Immer wenn "essentielle Gefahren drohen", und sie nicht durch anderen Techniken handhabbar erscheinen, kann auf den installierten Sicherheitsanker zurückgegriffen werden. Dies ist dann beruhigend für die Klientin und die Therapeutin.

- Installieren eines Sicherheitsankers.

- Zuerst auf der Bewußtseinsebene und dann in Trance:

"Finde einen Platz, einen Ort wo Du ganz sicher bist, und wo Du im Notfall immer hingehen kannst, von dem Du weißt, dass er Dir auch immer zur Verfügung steht, und Du ihn auch jederzeit erreichen kannst!"

 

 

- Verfestigen und sichern des Sicherheitsankers.

- Sporadische Überprüfung des Sicherheitsankers in den nachfolgenden

    KB-Sitzungen.

 


 

Einpackstrategie.

 

 

Wenn das KB durch äußere oder innere Umstände nicht weitergeführt werden kann, ist es unerläßlich, eine sog. "Einpackstrategie" greifbar zu haben, bevor die verantwortliche Betraterin/Hebamme die Sitzung abbricht.

Die Einpackstrategie ist also für alle Fälle gedacht, wo eine normale Beendigung einer KB-Sitzung nicht möglich ist.

"Kannst Du alles das, was wir bis jetzt erarbeitet haben, an einen Ort bringen und es dort niederlegen, wo es ganz sicher ist? Ist es o.k. für Dich, wenn seine Inhalte dort ruhen, und wir uns bei nächsten Mal mit ihnen beschäftigen?"

 

Antwort der Klientin/Schwangeren IMMER erst abwarten, beform man weitergeht.

 

Und immer, wenn noch etwas Zeit ist sagen:

"Wenn es o.k. für Dich ist, und die verantwortliche Instanz in Dir damit einverstanden ist, kann "das, was Du eingepackt hast", vielleicht im Schlaf, oder auf einer anderen, unbewußten Ebene weiter reifen. Und wir werden uns beim nächsten Mal, damit beschäftigen, o.k.?"

 


 

Submodalitäten

 = Unterteilung und Differenzierung einzelner Sinnes-und Wahrnehmungsempfindungen.

1 Visuell (sehen): heller, glänzender, dunkler, farbig, matt, usw.

1 Kinästhetisch (fühlen): schmerzhaft, warm, kalt, heiß, trocken, naß, kitzelig usw.

1 Auditiv (hören): laut, leise, dunkel, hell, nahe, fern, melodisch, rhythmisch, usw.

1 Olfaktorisch (riechen): herb, intensiv, faul, frisch, duftig, usw.

1 Gustatorisch (schmecken): süß, sauer, scharf, bitter, fruchtig, salzig, usw.

 

Submodalitäten der Gefühle:

Gut, schlecht, intensiv, angenehm, unangenehm, liebevoll, aggressiv, begehrend, ablehnend, sich hingezogen fühlen, sich abgestoßen fühlen, ängstlich, mutig, traurig, freudig, verspannt, entspannt usw.

 

Differenzierung der einzelnen Gefühle sowohl qualitativ als auch quantitativ.

1 "Was genau fühlst Du dort?"

1 "Wie fühlt es sich genau an?"

1 "Wie stark ist es?"

1 ...


 

Imaginationstest

- mit der Blume, einem Baum, einem Duft, einem Geschmack, der Empfindung im Bein, des     Tons, des Geschmacks usw.

- "Welche Blume siehst Du?"

- "Wie genau sieht sie aus?"

- Welche Farben und Formen haben die Blüten und Blätter?"

- "Wie sieht der Stiel aus?", usw. usf.

Wenn keine Bilder kommen, die Wahrnehmungen der anderen Sinneskanäle abfragen oder die "Malkastentechnik" anwenden.

 

 


 

Ablaufschema eines Veränderungsschrittes mit Katathymen Bilderleben.

 

 

 

Beendigung einer Trance- und KB-Sitzung.

Nachdem die Inhalte des KB-Prozesses bearbeitet wurden, sollte die Sitzung auf folgende Art beendet werden:

Die Therapeutin fragt die Klientin, ob alles o.k. sei, und alle wichtigen - heute möglichen Prozesse - erledigt seien. Dann fordert sie die Klientin auf, sich von ihren "inneren Bildern und Gefühlen" zu verabschieden, und sich bei allen Teilen, die ihr diese Erfahrung ermöglicht haben, zu bedanken. Dann sagt sie der Klientin, das sie jetzt bis 5 zählen wird, und sie bei 5 "und erst bei 5" ganz wach sein wird, und sich dabei ganz wohl fühlen wird.

Wenn die Schwangere dann ihre Augen öffnet, wir die Therapeutin diese auffordern sich zu strecken und recken, so als währe sie gerade am Morgen aufgestanden.

- Das herausholen aus der Trance muß konsequent durchgeführt werden, auch wenn es der Klientin schwer fällt, "weil es doch so schön war".

- die Klientin MUSS in den Wachzustand zurückgeführt werden, damit sie nicht in eine anhaltende, wie auch immer geartete, Trance verharrt. Es muß immer einen Unterschied zwischen dem Wach- und Trancezustand geben! Und die Therapeutin ist verpflichtet, dies auch zu gewährleisten.


 

Wirkungen und Auswirkungen beim Einsatz von KB.

Vielleicht wird sich die eine oder andere Behandlerin, die KB für ihre Tätigkeit - eine gute Geburt oder ein inneres Wachstum zu ermöglichen - fragen, wie den KB wirkt? Oben haben wir gesagt, dass wir durch die Veränderungstechniken des KB auf der "unbewußten Beziehungsebene" agieren, und dort durch Erleben von KB in der Träumerin Veränderungen bewirken.

Da wir auf der Ebene der Metapher arbeiten und dort Veränderungen bewirken, ist das Eruieren der gemachten Veränderungen auch nur wieder durch Vergleiche möglich. Da KB an und in der generellen Beziehungsgrundlage wirkt, sind auch seine Auswirkungen generell. Dies ist der unschlagbare Vorteil von KB, verhindert aber die genaue Zuordnung von gemachten Veränderungen in der KB-Arbeit zu beobachteten Verhaltens-, Werte-, Glaubens-, Identitäts- und Zugehörigkeitsveränderungen, sowie Veränderungen im körperlichen (hormonellen) Bereich.

Die Veränderungen, die mit KB erreicht werden, sind also auf allen Ebenen - der menschlichen Existenz - wirksam.

Die Leiterin einer KB-Intervention ist also immer gut beraten, alle Veränderungen, welche die Klientin zeigt, mit der KB-Intervention im Zusammenhang zu bringen. Alle Untersuchungen zum KB zeigen, daß KB immer eine Verbesserung auf der Verhaltens- und Erlebensebene bewirkt.

Es gehört schon eine große Portion Erfahrung dazu, einzelne geleistete Schritte im KB im direkten Zusammenhang mit neu gezeigten Verhaltens- und Wahrnehmungsveränderungen zu setzen. Aber dies birgt auch einen Reiz, und ein großes Maß von Interpretationsmöglichkeiten (Deutungen), die dann als Möglichkeiten und Freiheit der Schwangeren zur Verfügung gestellt werden können.

 

Prozess- oder inhaltlichgesteuerte Arbeit im KB.

Für Ungeübte ist es gar nicht so leicht, den Unterschied zwischen einer inhaltlichen oder prozeßgesteuerten Veränderungsarbeit herauszufinden.

Im allgemeinen wird, wenn es um gesteuerte, psychische Veränderung geht, auf der inhaltlichen Ebene gearbeitet. Fast alle großen Psychotherapien arbeiten auf dieser Ebene, ausgenommen die Verhaltenstherapie.

Wenn inhaltliche psychische Veränderungsarbeit gemacht wird, richten sich die Fragen nach der Ursache, also des Warum?

Beim prozeßgesteuerten Handeln, fragt man nicht nach der Geschichte "wie etwas entstanden ist und warum", sondern wie man - das Bestehende - effektiv verändern kann. Prozeßgesteuerte Modelle sind lösungsorientierte Modelle, bei denen es bei ihrem Einsatz nur darauf ankommt, ob sie "angemessen sind" oder nicht!

Katathymes Bilderleben ist ein solches Modell, wobei es nicht so sehr auf den Inhalt der Imaginationen ankommt, sondern darauf, wie sie - angemessen, sinnvoll und effektiv - verändert werden können, indem der Umgang mit ihnen verändert wird.

Der Schwerpunkt des Einsatzes des KB liegt also im Prozeßbereich, obwohl KB auch als sehr ergiebiges analytisches Werkzeug eingesetzt werden kann, welches dem der Traumdeutung nicht nachsteht!

 

Das ist Lernen: Du verstehst etwas, was Du Dein Leben lang verstanden hast, plötzlich ganz neu.

 

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